NORWGEN (TEIL 3)

18. BIS 24. MAI 2026



N-Hammerfest - Da wir gestern noch so weit gekommen sind, müssen wir uns heute früh richtig viel Zeit lassen. Es wird uns fast schon langweilig auf dem Campingplatz in Karasjok. In aller Ruhe machen wir uns auf den 3-stündigen Weg. Heute haben wir zum ersten Mal keine Sonne bei unserer Abfahrt. Es regnet teilweise sogar ein bisschen. Das heisst, heute gibt es nur schönes norwegisches Wetter.

 

Wir fahren die mittlerweile bekannte Strecke nach Lakselv und Olderfjord, dann geht es bis nach Skaidi. Ab hier fahren wir Richtung nördlichste Stadt der Welt, nach Hammerfest. Seitdem wir das letzte Mal hier lang gefahren sind, hat sich einiges verändert. Die Strasse gleicht mittlerweile auch schon fast einer Autobahn. Die Breite ist merklich vergrössert und der Belag extrem verbessert worden. Dementsprechend kommen wir perfekt voran.

 

Kurz vor Hammerfest gehen wir einkaufen, denn unsere Vorräte sind über das Wochenende geschrumpft. Wir sehen eine Bohrinsel, die zur Revision im Hafen steht. Mit den steil zum Wasser zeigenden Rettungsbooten, möchte man wirklich nicht evakuiert werden. Aus


dieser Höhe auf die Meeroberfläche zu schiessen, ist bestimmt nicht witzig.

 

Der Stellplatz in Hammerfest ist "speziell". Er ist nicht hübsch aber die Lage am Hafen ist unbezahlbar. Direkt bei unserer Ankunft verlässt die "Nordkapp" der Hurtigruten, vor unserer Nase, den Hafen. Grosse Rettungshelikopter und Flugzeuge landen wenige hundert Meter von uns entfernt und Schnellboote kommen und gehen ununterbrochen. Hammerfest ist industriell, nicht wirklich schön aber für uns eine extrem geniale Stadt. Auch der Rundgang durch Hammerfest ist 


faszinierend. Wir geniessen es sehr, noch einen Nacht so weit oben in Norwegen verbringen zu dürfen.

 

Kleiner Nachtrag zum gestrigen Abend. Wir sassen friedlich im WoMo. Die kleine norwegische Nachbarshündin, die Wilson schöne Augen gemacht hat, durfte noch auf ihren Abendspaziergang. Als sie und Herrchen vor dem WoMo auf Frauchen warteten, gab es plötzlich undefinierbaren Lärm zwischen unseren WoMo's. Eine Möwe flatterte auf. Es dauerte ein Weilchen bis uns klar wurde was passiert war. Wir sahen einen grossen freilaufenden Hund auf der Mole. Unser Nachbar aus Norwegen erklärte uns, dass dieser eines der Rentiere, an ihm vorbei, zwischen unseren WoMo's hindurch gejagt habe. Das Ren ist vor Angst über die meterhohe Mauer ins Meer gesprungen. Wir sahen es noch Richtung Hafen Hammerfest schwimmen. Die Frau von nebenan hat umgehend die Polizei alarmiert, wofür wir ihr wirklich dankbar sind, denn es ist ganz klar:

 

In Norwegen gilt landesweit vom 1. April bis zum 20. August eine strikte Leinenpflicht, um Wildtiere während der Brut- und Setzzeit zu schützen. In der Nähe von Weidetieren oder auf landwirtschaftlich genutzten Flächen gilt das Anleinen ganzjährig.

 

Lokale Abweichungen: Viele Gemeinden verschärfen die Regeln und dehnen den Zeitraum aus oder erlassen ein ganzjähriges Leinengebot. Beachten Sie daher immer die lokalen Hinweisschilder.

 

Nationalparks & Naturschutzgebiete: Hier kann es gesonderte, oft strengere Vorschriften geben.

 

Städte: In städtischen Gebieten und an öffentlichen Plätzen müssen Hunde in der Regel ganzjährig an der Leine geführt werden.

 

Öffentliche Verkehrsmittel: In Bus und Bahn besteht generelle Leinenpflicht, Maulkorb ist meist nicht verpflichtend. 



N-Skiboten - Nach einer ruhigen Nacht in Hammerfest, sind wir in aller Ruhe aufgestanden. Gemäss unserem Routenbuch, wären wir eigentlich erst heute Abend hier. Wir haben also mehr als genug Zeit, um Nord-Norwegen zu geniessen.

 

Leider ist die Sani-Station am Stellplatz, für Grauwasser gesperrt, weil sie technische Probleme haben. Kein Problem für uns, wir wissen uns zu helfen. Ein paar Kilometer nach der Brücke nach Hammerfest, gibt es einen Rastplatz. Zwar gibt es dort keinen Ablass-Schacht aber das Grauwasser bringen wir auch mit dem Eimer los. 

 

Wir fahren zurück nach Skaidi und von dort aus, geht es leider für uns nur noch in Richtung Süden. Dafür werden wir mit einem Traumwetter vom Feinsten belohnt. Strahlend blauer Himmel, kaum Wolken und warme Temperaturen. So lässt sich das WoMo-Leben in Norwegen doppelt so gut geniessen. 

 

Geplant war, noch einmal in Oksfjordhamn zu bleiben aber wir sind viel zu früh dort. Wir fahren weiter, denn wunderschönen Fjorden


entlang. Einmal sehen wir eine Campingplatz, der zwar nicht übel wäre, aber wir wären wohl die ersten oder einzigen hier. Um 15:30 Uhr finden wir einen Campingplatz in Skiboten. Eigentlich hat dieser noch zu, an der Rezeption steht aber eine Telefonnummer, welche man anrufen soll. Ein finnisches Männer-Trio, das zeitgleich ankommt fragt, ob wir den Anruf übernehmen können. Die freundliche Platzwartin sagt, dass wir uns irgendwo hinstellen sollen, den Abstand von 4 Metern einhalten sollen und sie käme gerne später bei uns vorbei, damit wir bezahlen können. Momentan sei sie nicht in Skiboten. Gesagt - getan. Wir haben einen Platz an der Sonne und am Fjord ergattert. Besser geht es fast nicht.




N-Innhavet - Die letzten 6 Tage, waren in unserer norwegischen Zeitrechnung, eigentlich nur 2 Tage. In den meisten Nächten hatten wir keinen Sonnenuntergang mehr. Wir müssen noch schauen, ob wir dies unseren Chefs so "verkaufen" können. Jedenfalls waren wir auch in dieser Nacht wieder total begeistert von der Mitternachtssonne in Skiboten. Es ist fantastisch schön!

 

Nach dem Frühstück müssen wir leider weiter südwärts und somit zurück in die normale Zeitrechnung. Schon nach kurzer Zeit passiert es aber wieder. Wir haben wieder eine Elchsichtung. Dieses Mal ein stolzer Kerl mit dem ersten Ansatz von einem wachsenden Geweih. Ein Traumbursche, der uns ebenso genau anschaut, wie wir ihn. 

 

Je näher wir Narvik kommen, desto dunkler wird es und die ersten Regentropfen fallen schon bald. Wir haben uns schon gewundert und gefragt, ob wir im richtigen Land reisen, denn bis jetzt hatten wir nur super schönes Wetter. Es ist beruhigend, dass es doch auch Regen in Norwegen gibt. Ab Narvik ist man insoweit wieder ein Stück weiter in 


der Zivilisation, weil ab hier wieder öffentlicher Verkehr mit der Eisenbahn möglich ist. Wir fahren weiter nach Bardufoss. Die Stadt, welche hier oben wohl am meisten vom Militär geprägt ist. Wir besorgen uns LPG und fahren weiter.

 

Unsere Wegstrecke hält sich heute in Grenzen. Es gibt eine Fährfahrt von Skarsberget zurück nach Bognes, welche uns noch mit nimmt, obwohl wir eigentlich zu spät am Fähranleger ankommen. Vor uns steht ein 21-Meter langer LKW. Wilson nimmt es völlig entspannt oder fast schon gleichgültig - er schläft.


Bei unserer erneuten Ankunft in Innhavet, bekommt Bobi erst einmal eine Dusche von Daniel spendiert. Diese ist dringend nötig. In Narvik hatten wir darauf verzichtet, weil es geregnet hat. Anschliessend mussten wir mit Schwarz-/Grauwasser endlich mal an die Sani und dann durften wir auch schon unsere neue Lieblingsparzelle auf dem Stellplatz besetzen.

 

Glück hat, wer rechtzeitig am Stellplatz ist, denn kurz nach unserer Ankunft, kam eine "Rentner"-Invasion aus Deutschland und Norwegen an. OK - ein weiterer NiBi von Ruchti ist auch noch mit dabei. Alle darauf bedacht, die Dusche zu finden. Leute, bitte - ihr habt ein WoMo und steht auf einem Stellplatz. Wenn ihr eine Dusche, ausserhalb vom WoMo, braucht, geht doch bitte ins Hotel oder auf einen Campingplatz. Die Flut von WoMo's, Wohnwägen, Selbstumbauten, Autos mit Dachzelten und und und hat extrem zugenommen. Wir kommen mittlerweile im 10. Jahr nach Norwegen, dies ist unsere 11 Reise hierher, am Nordkapp waren wir nun 6x. Wir können verstehen, dass das "Jedermannsrecht" in Norwegen nicht mehr einfach so gelebt werden kann. Jeder kann irgendwo seinen Camper hinstellen und übernachten. Die Menge an Fahrzeugen ist viel zu gross geworden. Wir haben jedes Verständnis dafür, dass immer mehr Grundstückbesitzer mit Campingverboten und Privatweg-Tafeln versehen. Gleichzeitig mit der auffallend steigender Zahl an Touristen hat leider der Respekt vor fremden Eigentum nicht gleichermassen zugenommen. Trotz allem sind wir erstaunt, wie freundlich wir immer wieder von den Einheimischen aufgenommen werden. Meist reicht ein freundliches "Hi" und schon kommt man ins Gespräch. Egal, was man immer wieder über die kühlen Norweger hört - wir erleben immer genau das Gegenteil. Sei es der lustige Platzwart auf dem Campingplatz, der sich darüber freut, dass wir ebenfalls im Kennzeichen ein ZH haben, wie es bei ihnen im Norden geführt wird oder die norwegische Camperin, die am Zahlautomat mit einem zu quasseln beginnt. Norwegen ist super! Finnmark, Troms og Nord-Norge sind am Besten!



N-Fauske - Wie schön es doch ist, wenn man am Morgen im WoMo das Schlafzimmer-Rollo beiseite schiebt und als Erstes das Fjord und die Sonne sieht. Beim öffnen des Fensters, strömt dann eine frische Meeresbriese in den Innenraum des WoMo's. Es ist einfach fantastisch, so in Norwegen zu erwachen. 

 

Heute haben wir Zeit satt auf unserem Reisekonto. Von Anfang an war geplant, 9 Nächte über dem Polarkreis zu verbringen. In der Finnmark sind wir viel schneller durch gekommen, als wir das abschätzen konnten. Aus diesem Grund gibt es heute nur einen Mini-Trip für uns, nach Fauske. Das sind gerade einmal 1.5 Stunden Fahrt. Entsprechend gemütlich machen wir uns auf den Weg.

 

Wir haben mittlerweile gelernt, dass man um die Mittagszeit auf einem Stellplatz ankommen muss, wenn man eine bestimmte Parzelle ergattern muss. Die angenehmen Temperaturen und das schöne Wetter im Norden, locken natürlich noch mehr Touristen in den Norden von Norwegen. Unser Plan geht auf. Wir haben eine super Aussicht, die ganze Strecke entlang. Ausser in den Tunnels, welche


bis 2031 ausgebaut werden sollen. Um 11:30 Uhr stehen wir auf dem perfekten Platz in Fauske. Was wir doof finden ist, dass der Automat ausser Betrieb ist und wir die verdiente Stellplatzgebühr nicht entrichten können. Aber die Gemeindeverwaltung wünscht uns freundlich "Ha en fin Dag". Danke, wir werden bestimmt einen weiteren schönen Tag in Fauske verbringen.

 

Am Nachmittag steigen die Temperaturen bis auf 26 Grad. Eigentlich reisen wir ja nach Nord-Norwegen, um der Hitze zu entfliehen. Wir überlegen kurz, ob wir zurück in die Finnmark sollen aber leider 


gehen uns irgendwann dann doch die Urlaubstage aus. Wir geniessen also das schöne Wetter, lassen es uns gut gehen und verbringen einen ruhigen Stehtag noch über dem  Polarkreis. Aber wie es so ist, wenn die Züger's mit ihrem Bobi stillstehen, beginnt es schon bald wieder im Gasfuss zu kribbeln. Wollen wir noch einen weiteren Tag in Fauske bleiben oder müssen wir einfach weiter? Das Schöne am Urlaub mit WoMo ist ja zum Glück, dass man ganz spontan auch wieder weiter kann, wenn man wieder Meer oder mehr sehen will.



N-Mosjøen - Heute war es richtig schwer, aus den Federn zu kommen. Eigentlich haben wir alle Drei super geschlafen aber Daniela und Wilson wollten einfach nicht aufstehen. Erst als Daniel die Verdunklungsrollos öffnete, um die Sonne ins WoMo zu lassen, öffneten sich auch die zwei Augenpaare langsam. Beim Morgensparziergang in Fauske, war dann Wilson wieder voll da. 

 

Wir haben gestern überlegt, heute am Polarkreis zu schlafen. Allerdings sind die Wettervorhersagen nicht ganz so toll. Wir entschliessen uns deshalb, bis nach Mosjøen zu fahren. Natürlich machen wir, auf dem Rastplatz vor dem Polarkreis, noch Halt, um uns ein bisschen im "Selbstmiteild" zu suhlen. Es ist jedes Mal schwer, unser Nord-Norwegen, über dem Polarkreis, wieder zu verlassen. Auch wenn wir genau wissen, dass wir immer wieder hierher zurückkehren werden, solange wir können.

 

Bereits um 13:00 Uhr stehen wir in Mosjøen, im Jachthafen. Wir haben uns bewusst gegen den Campingplatz entschieden, weil der den Preis innerhalb einer Woche, um viele NOK erhöht hat, ohne wirklich etwas

 

 

 


zu leisten. Den Stellplatz haben wir, auf der Vorbeifahrt, schon ein paar Mal gesehen aber noch nie hier übernachtet. Bei unserer Ankunft sind wir sofort begeistert. Die Aussicht auf den Hafen ist perfekt, schöne Spaziergänge sind möglich und auch Wilson fühlt sich sofort wohl.

 

Den ganzen Nachmittag hindurch haben wir sogar noch schönes Wetter, sodass wir gegen Abend den Grill aus der Garage holen und endlich die Gelegenheit haben, eine Lachshälfte mit Zitronenpfeffer zu grillieren. LECKER! Einmal pro Reise muss das einfach sein. Was 


man auch immer über die Küche in Norwegen sagt. Wir haben jeden Tag, dieser Reise, total lecker gegessen. Egal ob Lofotenburger, Karbonader, Laks, Hähnchen, Lapskaus oder Züger-Hotdog.

Links - beweisfoto, wir in mosjØen




N-Rinnan - Der Himmel weint, wenn wir Nord-Norge verlassen. So scheint es jedenfalls heute. In der Nacht war noch ziemlich viel los im Hafen. Ein grosses Schiff verliess die Ladestelle und ein neues dockte wieder an. Trotz allem war die Nacht auf dem Stellplatz aber sehr angenehm und entspannt. Daniela hätte fast der Versuchung nachgegeben, wieder auf dem Campingplatz ein zu checken. Zum Glück wollte Daniel den Stellplatz testen. Diese Entscheidung war goldrichtig und beim nächsten Besuch in Mosjøen, werden wir bestimmt zuerst nachschauen ob der Stellplatz, welcher mit der Go Marina-App bezahlt wird, eine Parzelle für uns bereit hält.

 

Eigentlich wollten wir dieses Mal den Laksforsen links liegen lassen. Als wir das viele Wasser sahen, mussten wir aber trotzdem kurz vorbeischauen. So früh am Morgen, vor Shop-Öffnung, so viele Camper aus Deutschland, Rumänien, Tschechien und und und - alle am Gratis-Schlafen? Wir wissen, wo man den besten Blick auf den Wasserfall hat. Schnell haben wir ein paar Fotos und ein Video mitgenommen und das Massenlager, so schnell wie möglich wieder verlassen. Ähnlich gross war der Ansturm vom Menschen im Rema.

 


Normalerweise sieht man kaum Menschen in den Grossen Läden. Ganz anders, als wir uns das vom Einkaufen in der Schweiz gewohnt sind, kann man in aller Ruhe durch die Regale schlendern. Ganz anders heute, am Samstag vor Pfingsten. Selbst das so ruhige Verkaufspersonal, war heute sichtlich gestresst von dem Ansturm.

 

Unsere Reise, am heutigen Tag, endete bereits um 14:00 Uhr in Rinnan. Ebenfalls ein Stellplatz, der mit Go Marina bezahlt wird. Etwas, das für so viele Touristen, ein riesiges Problem ist. Dabei ist die App so einfach zu bedienen. Wir haben das Regenwetter genutzt, um 

 


Bobi innen und aussen ein bisschen auf Vordermann zu bringen und, schon jetzt, in Reiseerinnerungen zu schwelgen. Zwar sind wir nun wieder in Trøndelag, unter dem Polarkreis und sogar unterhalb von Nord-Norge aber immer noch in Norwegen. Auch wenn uns "unser" Norwegen schon jetzt wieder fehlt, freuen wir uns auf den nächsten Besuch. Am Besten ganz ganz weit oben in Troms und Finnmark. Wir glauben es gibt zwei Arten von Norwegen-Reisenden. Die, die das Land gesehen haben wollen oder einen Punkt auf einer der berühmten Listen abhacken wollen. Dann gibt es noch die zweite Gruppe, zu der wir uns zählen. Menschen, die sich in dieses Land verliebt haben, die sich hier heimisch fühlen, die Natur und Menschen einfach toll finden, für die Norwegen nicht ein Reiseland sondern eine Herzensangelegenheit ist.



N-Kvikne - Regen prasselt auf das WoMo-Dach, wir sind nicht mehr in Nord-Norge, eigentlich könnte man also den Norwegen-Urlaub ab jetzt schon fast knicken. Fast. Wenn da nicht immer wieder super Ideen für einen "Umweg" kämen.

 

Bei unserer Abfahrt in Rinnan ist es nass, die Sani ist geschlossen, wir müssen nach Levanger, wo die Sani völlig verdreckt ist, was uns die Laune ein bisschen verhagelt. Vom Trondheim-Fjord sehen wir kaum etwas und die Dieselpreise sind auch gestiegen. Am Flughafen Trondheim sagt unser Navi, verlasst die E6, fahrt Richtung Røros und nehmt die Strasse 705 unter die Räder. Das ist die Beste Tagesentscheidung überhaupt. Kurz nach Hell sehen wir am Stassenrand den ersten Elch stehen. Der grosse Kerl schaut uns neugierig an, lässt sich fotografieren und sogar ein Video können wir machen. Wir sind begeistert - der Tag ist gerettet. Ein Stück weiter finden wir einen super schönen Parkplatz für einen Spaziergang mit Wilson. Der Regen hat aufgehört und die Welt sieht schon ziemlich rosig aus. Die Natur auf den folgenden Kilometern wird schön und schöner.

 


Plötzlich - da, hinter den Bäumen auf der Wiese, was ist das? Drei Elche am grasen. Leider können wir dieses Mal nicht Halt machen und das fotografieren ist schwierig aber wir haben sie gesehen.

 

Richtung Røros befahren wir erneut wunderschöne Hochebenen, von denen man nur träumen kann. Fast alleine auf der Strasse und eine Aussicht, die man nicht beschreiben kann. Und dann noch einmal. Daniel sieht noch, wie zwei Popo's über die Strasse huschen. Zwischen den Birken sehen wir noch einmal zwei Elche. Vermutlich eine Mutter mit ihrem letztjährigen Kalb. Die beiden sind super getarnt aber 

 


schauen uns interessiert an. Elche sind einfach wundervolle Tiere!

 

Kurz vor Røros finden wir einen super schönen Rastplatz. WC, Entsorgungsmöglichkeit für Camper, verschiedene Sitzplätze direkt am Bach, im Birkenwald. Røros selber ist dann wieder einmal gar nichts für uns. Bis jetzt haben wir hier noch nie geschlafen und wir dachten, dass wir dies auf dem Stellplatz einmal nachholen könnten. Dieser ist aber noch geschlossen und ehrlich gesagt sind wir froh, als wir aus dem Städtchen wieder raus sind. Weltkulturerbe hin oder her. Uns kann man als "Hotspotter" schlicht vergessen. Uns gefallen die Orte, wo wir in aller Ruhe geniessen können, so wie vorhin beschrieben. Das ist das, was uns gefällt.

 

So gut, wie wir wieder in der Zeit sind, wollen wir heute noch einmal am Kvikne Fjellhotell übernachten, wo wir letztes Jahr mit Mami & Papi waren. Von hier aus, können wir morgen perfekt Richtung Elverum weiter. Das war der perfekte Natur-Erlebnis-Tag für uns, selbst wenn am Morgen noch alles nass und grau gewirkt hat. "Takk for Besøkt. Vellkommen tilbake". Das ist freundlich - wir kommen bestimmt immer wieder gerne für einen Besuch nach Norwegen zurück.