TRAUMREISE ANS NORDKAPP (TEIL 1)

10. bis 12. Juni 2016



Walldürn - Lange haben wir geplant. Lange haben wir gewartet. Manchmal war es fast nicht mehr zum Aushalten aber jetzt ist endlich der grosse Tag gekommen unsere grosse Reise ans Nordkapp kann beginnen. 

 

Die Jungs hatten ihren Termin bei der Tierärztin um 10:00 Uhr. Die Wurmkur wurde für Norwegen verabreicht und alle Formalitäten sind erledigt. Jelly ist vollgetankt und Wasser haben wir schon am Vorabend gebunkert. Um 12:00 Uhr ist dann auch Daniel von der Arbeit zuhause, sodass wir los können. Beim Einräumen der Lebensmittel gibt es dann aber doch noch eine kurze Schrecksekunde. Warum zeigt der Kühlschrank einen Error? Wir haben kein Gas beim Herd! Zum Glück findet Daniel rasch heraus, woran es liegt. Die Schlauchbruchsicherung wollte uns einen kleinen Strich durch die Rechnung machen. Eine Sicherung unserer neuen Duocontrol-Einheit, welche im Notfall das Ausströmen von Gas verhindern soll, wurde wohl ausgelöst, als wir gestern über eine Strasse mit Schlaglöchern fahren mussten.


Alles ist rasch behoben und wir fahren pünktlich um 12:30 los. Unser Weg führt uns über den Zoll bei Schaffhausen nach Deutschland. Vorbei an unserem Stellplatz Geisingen, wegen einer Stauumleitung quer durch Stuttgart und weiter nach Walldürn. Wir wollten uns unbedingt diesen modernen Stellplatz mit eigener Flüssiggastankstelle anschauen. Der Stellplatz gehört zu der Goldschmitt-Kette, welche Hubstützen für WoMo’s herstellen/einbauen. Eine Investition, die vielleicht irgendwann einmal ein weiteres Extra für unseren Jelly bedeutet. Wir werden sehen …. Zuerst geniessen wir jetzt einmal unseren ersten Ferienabend mit „Stellplatzschnäpschen“ bei herrlichen Reisewetter Prost! Auf wundervolle 3 Wochen Urlaub! 




Fehmarn - Nachbarschaftshilfe unter Wohnmobilisten wird wohl nicht überall gross geschrieben. Eigentlich sollte es bei uns gestern einen ruhigen Abend geben. Doch plötzlich stand ein älterer, hilflos wirkender WoMo-Fahrer bei uns vor der Türe. Keiner der anderen Camper auf dem Platz wollte ihm helfen. Dabei kann jeder von uns einmal in die Situation kommen, dass er Hilfe braucht. So überlegte Daniel keine Sekunde und ging schauen, was das Problem ist. Die beiden älteren WoMo-Neulenker hatten an diesem Tag ihr Fahrzeug übernommen und wie sich herausstellte, war die Einführung mehr als kläglich. Nichts, aber wirklich nichts wurde den beiden erklärt. Weder vom Kassettenklo, noch vom Strom oder der Sat-Schüssel hatten sie eine Ahnung. Selbst das Wasserbunkern war Neuland für die netten älteren Womofahrer. Sie waren so dankbar für Daniel’s Erklärungen, dass es sogar eine herzliche Umarmung zum Abschied gab. Eigentlich ist es eine Schande, dass Fahrzeuge so nachlässig an ahnungslose Neulenker abgegeben werden. 

 

Für den heutigen Tag heisst es für uns Kilometer abspulen. Wir wollen


so schnell wie möglich Richtung Puttgarden, damit wir rechtzeitig auf die Fähre kommen. 

 

 

Nachdem sich die Stellplatzsuche etwas schwieriger gestaltet hat, sind wir auf Fehmarn, in der Nähe von Puttgarden gelandet. Heute haben wir tatsächlich 759 km hinter uns gebracht. Die zwei Staus auf unserer Fahrt (einmal war ein Unfall und einmal Bauarbeiten schuld) haben uns ein bisschen Zeit gekostet. Einmal quer durch Deutschland und direkt ans Meer. Der Stellplatz ist zwar nicht unsere Traumunterkunft aber als Nachtlager bietet er alles, was wir brauchen. Schliesslich ist es nur ein Zwischenziel, welches uns Norwegen und dem Treffpunkt mit Mami und Papi ein grosses Stück näher bringt. 




Göteborg - Heute sind wir eine Stunde früher wach, als geplant. Um 06:00 Uhr werden wir von den Enten und Tauben des Bauernhof-Stellplatzes geweckt, welche sich freilaufend um unser WoMo tummeln. Die Jungs sind natürlich sofort in Habachtstellung. 

 

Nach dem Frühstück machen wir uns um 07:50 Uhr auf den Weg nach Puttgarden zur Fähre. Zum Glück haben wir die Flexivariante online gebucht, sodass wir bereits eine Stunde früher auf die M/S Prinsesse Benedikte können, welche pünktlich um 8:15 Uhr ablegt. Über die VIP-Spur, dürfen wir sogar als erstes Fahrzeug an Bord. Da wir Wilson und Olly nicht alleine im WoMo lassen wollen, bleiben wir während der Überfahrt unter Deck. Wir haben noch das eine oder andere zu tun. 

 

Die Tagesreise führt uns quer durch Dänemark und weiter mit einer atemberaubenden Fahrt über die Öresundbrücke nach Schweden. Wir werden mit traumhaftem Wetter belohnt und gelangen schliesslich auf einen Stellplatz, der über der Stadt Göteborg in einem Waldstück angelegt wurde. Wir fühlen uns richtig wohl in Schweden und freuen 


uns auf die morgige Weiterfahrt nach Norwegen, wo wir dann endlich Mami und Papi wiedersehen werden. Ab dann geht die Fahrt im Konvoi weiter Richtung Nordkapp.