HERBSTFERIEN 2022

31. OKTOBER BIS 06. NOVEMBER 2022



N-Os - Trotz der Stellplatz-Wahl mitten in Vestnes,  haben wir super geschlafen aber sind ziemlich früh aus den Federn. Nach einem gemütlichen Frühstück ging es, noch im Dunkeln, los. Bobi fährt sich auch bei Nacht richtig gut. Ein paar Kilometer nach Vestnes kamen wir an "unserer" Fjellstova" (Bergstube) vorbei. Ein Campingplatz, welcher noch immer zum Verkauf steht. Träumen darf man ja.

 

Etwas weiter begann es dann wieder zu regnen. Uns macht noch immer das Panoramafenster im Schlafzimmer sorgen. Sicherheitshalber dichteten wir dieses mit Panzerband ab und schrieben der Firma Ruchti eine Nachricht, dass hier unbedingt etwas gemacht werden muss. Leider gab es nur eine automatische Antwort, weil die Herren an der Caravanmesse in Bern verweilen.

 

Nach einem Einkauf, kamen wir auf der E39 nach Stryn und hatten das Glück ein Hurtigruten-Schiff zu sehen, welches die Passagiere mittels Gummibote an Land brachte. Mit Lachsbrötchen zum  Mittag ging es anschließend über eine schöne Fjellstrasse weiter Richtung Bergen. Wir hatten einige Baustellen, auch mit "manuell dirigering",


Baustellenmitarbeiter, welche uns persönlich über die anstehende Wartezeit informierte und die eine oder andere Fährfahrt. Trotz des nicht ganz so tollen Wetters, haben wir auch heute wieder ein wunderschönes Norwegen erleben dürfen. Kein Foto wird dem gerecht, was wir jeden Tag zu sehen bekommen. Viel Bekanntes, viel Neues und ganz viel Schönes.

 

Kurz vor der nächtlichen Vorbeifahrt an Bergen, legten wir noch einen Bobi-Waschstopp ein, damit wir uns wieder in die "Zivilisation" zurück trauen konnten. Dann ging es in Windeseile weiter nach Os, wo wir 


uns einen Stellplatz im Yachthafen herausgesucht hatten. Hier werden wir bestimmt wieder eine angenehme Nacht verbringen. Die Nachbarn scheinen jedenfalls freundlich zu sein.



N-Ulefoss - Gestern am Abend sind wir im Dunkeln angekommen und haben gar nicht richtig gesehen, wie schön wir stehen. Heute früh hatten wir dafür die umso schönere Überraschung, als wir den Hafen gesehen haben. 

 

Bereits nach der Abfahrt Richtung Odda standen uns zwei Fährfahrten bevor. Die Zweite davon hatten wir knapp verpasst und mussten eine halbe Stunde warten. Dies gab Zeit zum Tanken und die Jungs raus zu lassen. 

 

Nach der Überfahrt kamen wir auf die bekannt schmalen Strassen der Region um Odda herum. Daniel sah, dass von vorne ein Linienbus kam und fuhr an die Seite. Ein Norweger, der nicht viel studierte, nahm dies als Anlass, uns zu überholen und fuhr dem entgegenkommenden Bus prompte vor die Nase. Die Reaktion des Buschauffeurs war eindeutig. Er zeigte ihm den Vogel was angesichts der gefährlichen Situation mehr als gerechtfertigt war.  

 

Ein Stück weiter gab es dann die grosse Überraschung für uns. Am


 Straßenrand stand ein  NAF-Abschlepper von Odda Bilbering. Uns ist dieser Firmenname bekannt als Bergungsunternehmen von Thord Paulsen von Ice Road Rescue, der TV-Serie. Prompt entdeckten wir Thord hinter dem Fahrzeug, der uns freundlich zuwinkte und Daumen hoch zeigte. Wir freuten uns und fuhren weiter. Ein Stück weiter kamen wir an eine Baustelle mit einer paarminütigen Wartezeit und Thord fuhr hinter uns in der Kolonne auf. Daniel nutzte geistesgegenwärtig die Gelegenheit und holte uns ein Autogramm.  Thord freute sich ebenfalls über unsere Reaktion und meinte zu Daniel wir sollen anrufen bei Problemen. Er würde sofort kommen und uns bergen.


Nach Odda kamen wir wieder am grossen Wasserfall Låtefoss vorbei. Diesmal bekamen wie die Gelegenheit für einen Halt und ein paar Fotos. Danach ging es am Skigebiet Røndal vorbei auf die Hochebene Hauklifjell. Bei größtem Sturmwetter kamen wir an eine Baustelle mit 25-minütige Wartezeit und manuell dirigering. Gut für eine Mittagspause aber anschließend kein Spass die Strecke zu fahren. Dank Luftfederung hatten aber Daniel und Bobi die Windböen gut im Griff.  

 

Vorbei an der Stabkirche in Heddal fuhren wir weiter nach Ulefoss, wo wir Platz auf einem, uns bekannten Stellplatz bezogen. Dies wird auf dieser Reise die letzte Nacht in Norwegen sein. Wir gönnen uns deshalb noch einmal ein gemütliches Raclette, direkt am berühmten Telemarkskanal. Morgen geht es für uns weiter Richtung Schweden.



S-Göteborg - Die Nacht in Ulefoss, unter der Brücke, war angenehm ruhig. Beim Aufstehen war das Wetter allerdings schon ziemlich grau in grau. Selbst der kleine Telemarkskanalen-Hafen hatte nicht sehr viel Farbe zu bieten. Einzig die Häuse und das Feuer hinter uns, spiegelten das bunte Norwegen wieder. Für uns wird es leider Zeit dieses wundervolle Land wieder zu verlassen.

 

Nach dem Frühstück versuchten wir noch das eine oder andere, um unseren Norwegen-Aufenthalt kurzfristig zu verlängern. So waren wir noch auf der Suche nach einer LPG-Tankstelle und waren nicht böse, als wir in Horten auf die letzte Fähre, für diese Reise, warten mussten. Die Überfahrt nach Moss, über das Oslofjord, hätte ruhig länger dauern können. Irgendwann hat aber alles Schöne ein Ende und so mussten wir über die Grenze und uns somit von Norwegen verabschieden.

In Schweden angekommen, hiess es für uns einmal wieder Strecke gut zu machen. Einzig in Torp machten wir einen kurzen Halt, um für


Wilson & Olly eine grosse Ration von ihren Lieblings-Leckerlis zu besorgen. Von den Mini-Köttbullar können unsere zwei Monsterchen nicht genug bekommen. 

 

Als Übernachtungsort, haben wir uns entschieden, dem Stellplatz Liseberg in Göteborg, doch noch einmal eine Chance zu geben. Bei unserer Ankunft haben wir gesehen, dass einiges gegangen ist. Jedenfalls wird hier neu ein Wachmann seine Runden drehen, damit keine bösen Jungs mehr auf die Idee kommen, Fahrzeuge zu


knacken. Der Stellplatz ist eigentlich wirklich schön und bietet einen idealen Ausgangspunkt für unsere Heimreise. Wir machen uns keine Gedanken und freuen uns auf einen ruhigen Abend.



D-Heide - Der alte Stellplatz in Göteborg können wir ohne Bedenken wieder in unsere Liste aufnehmen. Gar nichts war in der letzten Nacht hier gefährlich. Es kam noch ein VW-Bus mit Aufstelldach, die ein bisschen Rambazamba machten aber danach schliefen wir alle friedlich und in Ruhe. Allerdings sind wir zeitig los, weil wir nicht mitten im morgentlichen Berufsverkehr durch Göteborg wollten. Die Entscheidung war goldrichtig. Wir kamen relativ zügig aus der Stadt hinaus.

 

In den Sonnenaufgang fahrend, hieß es Kilometer auf der Autobahn abspulen, bis kurz vor Malmö, wo der letzte Skandinavien-Einkauf anstand. Die paar Sachen hatten wir schnell besorgt. Danach ging es zu einer, uns bekannten, Waschbox in Malmö. Der restliche Nord-Dreck musste endlich von Bobi runter. Auch das ging schneller als gedacht. 

 

Bereits nach dem Mittag waren wir über die Øresundbrücke und durch Kopenhagen hindurch. Wir wären schon um 14:00 Uhr in Korsør auf dem Stellplatz. Aber sollen wir wirklich einfach nur


herumstehen? Wir entschieden uns für die Weiterfahrt, durch Dänemark hindurch, bis nach Deutschland zu fahren.

 

Auch im Norden von Deutschland, wird es ganz schön früh dunkel, mit dem Unterschied, dass die Strassen hier ganz schön schlecht beleuchtet sind. In Norwegen findet man total abgelegene Bergstrassen, die hell beleuchtet sind. Hier bei uns merkt man das Stromsparen deutlich. Dies bedeutet, dass nicht alte Leuchtmittel durch energiesparende Leuchten ersetzt werden. Nein - hier werden 


die alten einfach gelöscht. Dank guter  Bobi-Leuchten sind wir aber gut in Heiden angekommen. Ein Stellplatz, auf dem wir schon einmal mit Jelly standen. Was wir noch sehen konnten, ist der Platz noch immer ansprechend. Neu gibt es eine Schranke bei der Einfahrt und ein Zahlterminal, wo neu alle Kreditkarten akzeptiert werden. Für 12.00 Euro inkl. Strom, ist das echt toll. Für uns gibt es einen gemütlichen Abend mit Lofoten-Burger und vielleicht sogar wieder einmal ein bisschen TV-Gucken.



D-Dietingen - Heide war auf jeden Fall wieder einmal eine gute Wahl für eine Übbernachtung auf dem Heimweg. Es war ruhig und man konnte mit dem Ticket sogar den Platz verlassen  und wieder zurück kommen. Wir müssen leider definitiv abreisen.

 

Auf direktem Weg ging es für uns auf die Autobahn. Vorbei an Itzehoe ging es nach Hamburg und Soltau. Wettertechnisch war fast alles mit dabei aber es ging eigentlich ziemlich gut voran. In Northeim war Zeit für einen Dieselstopp. Die Preise scheinen in Deutschland wieder etwas normaler zu sein, wenn man dies mit Skandinavien vergleicht. Eigentlich können wir uns aber soweit mit dem Verbrauch von Bobi zufrieden schätzen. 

 

Bei der Abfahrt hatten wir Kitzingen als Ziel im Navi erfasst. Wir kamen allerdings zu gut voran, als dass wir dort schon um 15:00 Uhr hätten Halt machen wollen. Wir fuhren weiter und machten noch einiges vom langweiligen Teil unserer Reise wett. Die Heimfahrt ist immer doof.


Vorbei an Heilbronn und Stuttgart hatten wir kaum Probleme. Kurz vor unserem endgültigen Ziel, Dietingen, kamen wir dann aber doch noch, vor einer Baustelle, ins Stocken. Aus unerklärlichen Gründen standen wir im Stau und verloren fast eine halbe Stunde. Wie so oft auf dieser Reise, waren wir wieder einmal überrascht, wie perfekt die einen die Rettungsgasse beherrschen, während andere die lebensrettende Massnahme gekonnt ignorieren. Dabei könnte es so einfach sein. Um 19:00 Uhr standen wir auf unserem Platz Nr. 1 und kurze Zeit später wurden wir auch schon von Carsten aus New York mit super Fotos und einem total netten WhatsApp begrüsst. Es ist schön, wieder zuahuse zu sein. Danke für diese Begrüssung!




Volketswil - Heute haben wir uns den Luxus gegönnt und sind länger im Bett liegen geblieben. Wilson wollte wohl noch länger liegen bleiben, denn den Socken händigte er nur widerwillig aus.

 

Nach dem Aufstehen gab es ein ausgiebiges Frühstück. Wir überlegten kurz, ob wir bis Sonntag bleiben sollten, haben uns dann aber für die Heimreise am heutigen Samstag entschieden. Immerhin gibt es noch einiges zu erledigen. Als Erstes ging es an die Sanistation in Dietingen. Eigentlich wollten wir noch Diesel am Turm füllen aber der Preissprung von gestern Abend 200.8 auf heute früh 220.8, war uns dann doch zu extrem. Diesel holten wir an einem anderen Ort und fuhren dann weiter, auf direktem Weg, zum Autowaschen nach Staad.

 

Bobi hatte eine ausgiebige und gründliche WoMo-Pflege verdient. Über eine Stunde haben wir unser WoMo aussen geschruppt. Im Herbst bleibt doch noch mehr Schmutz hängen, als wenn man in den Sommermonaten in Norwegen unterwegs ist. Soweit haben wir unseren Bobi wieder sauber bekommen aber eine Politur wird bestimmt noch folgen, wenn er aus der Dachfenster-Reparatur zurück


ist. Bis dahin muss es so reichen. Wir wissen ja noch nicht einmal, wann der Garantietermin in Steffisburg stattfinden wird.

 

Nachdem wir noch AdBlue und LPG besorgt hatten, ging es auf direktem Weg zurück in die Halle, nach Volketswil. Schon sind die zwei Wochen Urlaub auch wieder herum. Schade! Die Zeit in Norwegen ist immer viel zu schnell vorbei aber es lohnt sich jedes Mal so weit zu fahren. Auf dieser Reise haben wir gut 7'400 Kilometer hinter uns gebracht und Bobi war auf jedem einzelnen davon einfach nur TOP! Das Wikinger-Herz hat im richtigen Takt geschlagen und er 


hat uns wieder sicher und zuverlässig weit über den Polarkreis und zurück gebracht. Für uns ist Norwegen in jedem Monat des Jahres traumhaft schön und wir waren bestimmt nicht das letzte Mal dort oben. Wir sind dankbar für diese schöne Reise.