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Dietingen Doppelcamping...


Dietingen - Ein regulärer Arbeitsfreitag bedeutet, dass wir leider auch nicht ganz so früh von Zuhause weg kommen. Wir sind immer froh, wenn wir bei Alexandra & Carsten bzw. Ilona & Norbert eine Parzelle reservieren können und einen Platz auf Sicher haben. So müssen wir uns nicht beeilen. Heute ist es sogar so, dass Mami & Papi bereits auf uns warten.

 

Von der Halle aus fahren wir nach Geisingen. Daniela hat zwar schon das Meiste für's Wochenende eingekauft. Ein paar Kleinigkeiten fehlen dennoch. Diese müssen wir kurz noch besorgen, bevor es auf dem schnellsten Weg nach Dietingen geht. 

 

Einmal mehr vernimmt Daniela mal wieder ein Klappern. Nicht schon wieder! Ein paar Kilometer sind wir unterwegs, bis wir bemerken, dass es überhaupt nichts Schlimmes ist. Wegen den grossen Getränkeflaschen in Norwegen, hatte Daniel die Gummiverkleidung aus der Flaschenhalterung genommen. Die kleinere Flasche, hatte ganz einfach zu viel Luft und verursachte die Geräusche. Es klang, als wären diese hinter der Cockpit-Verkleidung. Ein Glück - alles perfekt mit unserem Bobi!


Besser geht ein Start in ein Doppel-Camping-Wochenende eigentlich gar nicht. Mami & Papi waren so lieb und haben schon alles vorbereitet. Bei unserer Ankunft mussten wir noch noch unser WoMo auf die Parzelle stellen und durften direkt an den Tisch sitzen. Wir wurden zu einem leckeren Abendessen eingeladen, was uns wirklich sehr gefreut hat. Liebe Menschen, schönes Wetter, gutes Essen und ein Bierchen vor dem WoMo - was will man mehr? So starten wir wir sehr gerne in das langersehnte Wochenende.




Lange schlafen, ausgiebig frühstücken und dann den sonnigen Samstag geniessen. So war es geplant und so wird es auch ausgeführt. Wir haben uns für den Samstag nicht viel vorgenommen. Einzig das neue Sonnensegel muss ausprobiert und installiert werden. In aller Ruhe wird es an der Markise angebracht und dann so nach Links und Rechts verspannt, dass es nicht mehr im Wild flattern kann. Daniel & Papi haben die Fixierungen so eingerichtet, dass wir das Tuch, mit der Sonne, verschieben können. Dass das Sonnensegel auch noch für ein bisschen Sichtschutz sorgt, ist uns gerade recht. 


Leider ist es so, dass nun fast der halbe Stellplatz von Mietern als fixer Abstellplatz genutzt wird. Die Auto's fahren gerne mit hohem Tempo über den Platz, sodass wir ab und zu eine Staubwolke abbekommen. Ebenso werden die Auto's irgendwo abgestellt, gerne neben "unserer" Parzelle, oder fast auf unserer Parzelle. Als Daniel einen Fahrer freundlich anspricht, rastet dieser fast aus. Er ist schliesslich Mieter und er dürfe das. Ein anderes Auto wird direkt auf der Sanistation parkiert, sodass für ein WoMo das Entsorgen nicht mehr möglich wäre. Dies allerdings von Besuchern eines Stellplatz-WoMo's. Ebenfalls ein WoMo-Fahrer will uns schon deswegen angehen aber ganz so doof sind wir natürlich nicht. Auto's gehören unserer Ansicht nach einfach überhaupt nicht auf den Stellplatz, sondern auf die Parkplätze davor. Man merkt den Menschen an, dass es einfach zu heiss ist. Die Zündschnüre sind relativ kurz und man darf überhaupt nichts mehr sagen. Auch das freundliche Grüssen auf dem Stellplatz ist leider nicht mehr so normal, wie das früher war. Ein kurzer Schwatz hinter dem WoMo ist viel seltener geworden. Wir finden es schade, dass dieses "wir sind alle gleich"-Gefühl, mit der Menge an Wohnmobilen und Nur-Schlaf-Mobilen, einfach fast nicht mehr vorhanden ist. Das merkt man ja schon daran, dass sich die WoMo's auf der Strasse kaum mehr winken. Dies war eine so nette Geste der Verbundenheit.

 

Gegen Abend bekommen wir Besuch von Ilona & Norbert. Wir freuen uns sehr, die Beiden endlich einmal wieder zu sehen und nicht nur am Telefon zu hören oder zu schreiben. Natürlich begutachten wir interessiert den neuen gelben e-Flitzer, ein Ford Campri, von Ilona & Norbert. Leider wird es dann irgendwann plötzlich und unerwartet nass auf dem Stellplatz. Es war kein Regen vorhergesagt aber trotzdem müssen wir dann relativ rasch zusammenpacken, weil wir unsere Markise nicht nass einfahren wollen. Morgen müssen wir zeitig los und könne diese dann nicht lange trocknen lassen.



Zeitig klingelt der Wecker. Die beiden kühlen Nächte im Wohnmobil waren aber richtig erholsam. Das war eine willkommene Abwechslung zu den Tropennächten mit Temperaturen von 27 bis 29 Grad und mehr in der Wohnung.

 

Mami & Papi machen sich direkt auf den Rückweg. Wir verabschieden die Beiden und die alte Dame Svenja. Wir lassen uns noch ein bisschen mehr Zeit, frühstücken noch in Ruhe, machen uns dann aber ebenfalls auf den Heimweg. 

 

Die Dieselpreise sind momentan so hoch, dass man keine Lust auf lange Umwege hat. Statt nach Thal zu fahren und Bobi eine gründliche Wäsche zu gönnen, entscheiden wir uns für den direkten Heimweg.

 

Wir kommen super über die Grenze und ohne Stau nach Hause. Vor der Halle ist es ebenfalls noch ruhig. Solange im Etablissement oben noch kein Betrieb ist, können wir Bobi vor der Halle stehen lassen und Daniel kann in aller Ruhe die Frontscheibe von unserem WoMo gründlich reinigen. Es hat doch einige Insekteneinschläge gegeben.


In der Zwischenzeit räumt Daniela im Innern von Bobi auf und packt die Sachen zusammen, welche mit nach Hause müsen. Für uns ist es momentan einfach zu heiss auf der Strasse. Die Hitze macht uns zu schaffen. So wissen wir noch nicht, wann Bobi das nächste Mal raus muss. Auch müssen wir uns überlegen, wo wir das nächste Wochenende verbringen wollen. Auch wenn das Reservieren super ist und es in Dietingen ganz viele liebe Menschen hat, die uns am Herzen liegen, ist der Stellplatz nicht mehr ganz das Gleiche wie früher. Zudem dürfen wir ja in 5 Wochen noch einmal zwei Wochen auf Tour in den Norden. Darauf freuen wir uns schon jetzt extrem!