Blumberg - Wie haben wir uns dieses Wochenende herbeiersehnt! Nachdem Daniel heute noch seine wiederkehrende verkehrsmedizinische Untersuchung hinter sich gebracht hat, dürfen wir endlich wieder mit Bobi auf den Weg. Diese muss er, seit er den 50. Geburtstag gefeiert hat, alle 2 Jahre über sich ergehen lassen. Es war schwierig, überhaupt noch vor den Ferien und innerhalb der gesetzten Frist, einen Termin zu bekommen. Die Verspätungen beim Arzt sind auch nicht von schlechten Eltern. Wegen des Termins, kommen wir einiges etwas später mit Bobi aus der Halle, als wir uns das gewünscht haben.
Wir müssen noch für das Wochenende einkaufen. Wir sind einfach nicht die Camper, die alles von zuhause mitnehmen. Wir wollen dort einkaufen, wo wir mit unserem Reisemobil stehen. Aus diesem Grund fahren wir Blumberg an, in der Hoffnung, noch eine Parzelle zu bekommen und das Einkaufen ebenfalls vor Ort erledigen zu können. Wir wissen, dass die Haupt-Camper-Saison wieder begonnen hat und es nun wieder schwieriger mit den beliebten Stellplätzen werden kann.
Um 18:00 Uhr in Blumberg angekommen sind wir erstaunt, wie wenig los ist. Wir finden rasch eine passende Parzelle, entscheiden kurzer Hand das ganze Wochenende hier zu stehen und bezahlen die Stellplatzgebühr via Umschlag. Nachdem Wilson raus durfte, machen wir uns auf den Weg zum Einkaufen. Das Passende für unseren Würstchen-Spätzle-Eintopf ist also rasch besorgt. Als wir beim Kochen sind, fährt plötzlich eine grosse Concorde-Alkove vor - unsere Hallennachbarn. Die beiden sind auf den Stellplätzen ringsum angebrannt und haben als letzten Ausweg auch Blumberg ausgesucht. Wir freuen uns über liebe Gesichter auf der Parzelle neben uns! Für heute ist aber bei uns bald mal Feierabend angesagt. Das Schönste überhaupt ist, dass unsere neue Heizung einen super Job macht.
Wir haben super geschlafen, auch wenn wir uns tatsächlich wieder an das WoMo-Leben gewöhnen mussten. Das leichte Schaukeln, dass man normalerweise nicht wahrnimmt, haben wir in den ersten Minuten im Stehen, wieder gespürt, uns aber schnell dran gewöhnt. Wilson blüht im WoMo sofort richtig auf. Wir sind stolz auf unser Wollknäuel.
Endlich gibt es wieder ein mal frische Frühstücksbrötchen vom Bäcker und wir zelebrieren ein gemütliches Frühstück im WoMo. Danach wird erst einmal ausgiebig mit Roland und Evelyne gequasselt
und anschliessend die Sanistation unter Beschlag genommen. Ein weiterer Einkauf muss auch noch sein.
Wir durchkämmen Bobi noch einmal von hinten nach vorne und merken, dass wir einige Produkte ersetzen müssen, welche in der "Standzeit" abgelaufen sind. Rasch haben wir eine Liste geschrieben, was wir für den Urlaub wieder brauchen. Wir planen in 14 Tagen ein Wochenende in Dietingen und bis dahin, haben wir bestimmt alles besorgt.
Während wir uns die warme Sonne auf den Pelz scheinen lassen und das Leben im und um das WoMo herum geniessen, kommen unsere Parzellen- und Hallennachbarn von einer Fahrradtour zurück. Rasch werden wir auf ein Apéro eingeladen, um uns gegenseitig wieder einmal auf den neusten Stand der Dinge bringen zu können. Wir haben wirklich grosses Glück, die Halle mit den Beiden teilen zu dürfen.
Um 18:00 Uhr gibt es richtig Party-Stimmung am WoMo-Bahnhof. Beim naheliegenden Tennis-Club-Haus dröhnt laute Musik über das ganze Quartier. Die Beschallung dauert bis nach 23:00 Uhr. Die Bässe spüren wir im Bobi aber mit laufendem Fernseher, bekommen wir nicht mehr all zu viel vom Lärm mit. Ganz anders ein Camper mit Aufstelldach hinter uns. Irgendwann ist dann aber schlagartig ruhe auf dem Platz und wir schlafen herrlich bis am Sonntagmorgen.
Die Sonne lacht und es ist draussen schon richtig schön warm, als wir unsere Nasen aus dem Bobi strecken. Nach einem kleinen Spaziergang mit Wilson und unserem Sonntagsfrühstück, wissen wir noch nicht so richtig, was wir machen sollen. Sollen wir Bobi waschen fahren, obwohl in Thal Gewitter angesagt werden? Sollen wir direkt zur Halle fahren, worauf wir eigentlich keine Lust haben?! Nachdem wir uns von Evelyne und Roland kurz verabschiedet haben, geht es erst einmal auf die Strasse und über den Zoll Bargen zurück in die Schweiz.
Wir haben uns für eine kleine Tour am Untersee entlang entschieden. Wir geniessen das schöne Wetter und den friedlich schnurrenden Motor von Bobi. Alles ist perfekt und eigentlich könnten wir direkt in den Urlaub starten. Allerdings müssen wir unseren Plan für die nächsten beiden Wochenende nochmals überdenken. Eigentlich wollten wir erst in 14 Tagen mit Bobi nach Dietingen, um ihn dort Urlaubsfertig vorzubereiten. Da dies aber das 1.Mai-Wochenende ist und am Freitag alle Läden in Deutschland zu sind, können wir das vergessen. Lieben gehen wir nächstes Wochenende mit Bobi raus.
Ob man bei CHF 2.02 von günstig reden kann ist die Frage aber in diesen Zeiten freuen wir uns, als wir im Kanton Thurgau eine Tankstelle mit Spotpreisen für Bobi's Nahrung finden. Schnell wird der Tank noch einmal gefüllt, bevor wir nach Hause fahren. Zum Glück, denn wie wir noch erfahren, hat es, kurz nach unserem Besuch in Steckborn, heftig gehagelt.
Wir kommen bei gutem Wetter zurück in die Halle. Genau vor unserem Hallentor steht natürlich wieder einmal ein Auto, sodass Daniel beim Einparkieren gut aufpassen muss aber dies sind wir uns
gewöhnt. Überhaupt haben wir langsam ein ganz schönes Knuddelmuddel in und um die WoMo-Halle. Hinter Bobi hat es nun schon zwei grosse Boote, die gerade noch so Platz im Parkplatz finden. Wie auch immer - Bobi steht brav auf seinem Platz und wartet, bis wir ihn am nächsten Freitag wieder holen und nach Dietingen fahren.



















































