Vor einer Woche waren wir kurz bei Bobi in der Halle. Daniel musste die linke vordere Aussenschürze, welche sich auf der Weihnachtsreise gelöst hatte, behelfsmässig reparieren. Das hat super geklappt. Dabei ist uns ein bisschen Feuchtigkeit auf dem Boden aufgefallen. Da dies aber häufiger vorkommt, haben wir uns nichts dabei gedacht.
Am Freitag sind wir zeitig auf den Weg. Alles hat bestens geklappt. Es gab zwar ziemlich Verkehr auf unserer Route aber das hat uns nicht weiter gestört. Im Gegenteil - wir haben uns darüber gefreut, dass Bobi so brav schnurrt, nach der längeren Standzeit. Auch Wilson hat seine gewohnte Reisestellung sofort eingenommen und ist beim Brummen des Motors sofort eingedöst.
In Geisingen haben wir unsere üblichen Wochenend-Einkäufe erledigt und sind dann, auf direktem Weg, nach Dietingen. Wir haben sogar daran gedacht, die Ausfahrt Rottweil-Süd zu nehmen. Falls die Baustelle bei der normalen Ausfahrt noch immer besteht, wollten wir keinen grossen Umweg fahren müssen.
Um1 18:40 Uhr kamen wir auf dem Stellplatz in Dietingen an. Während Daniela und Wilson die Stellplatzgebühr bezahlen gingen und noch Eier und eine Flasche Bier am Automaten besorgten, fing Daniel mit dem WoMo-Einrichten an. Dabei merkte er, dass der Teppich vor der Sitzbank feucht war. Ist Wilson während des Einkaufens ein Malheur passiert? Das würde ihm gar nicht ähnlich sehen! Nein - es war eine gelartige Flüssigkeit. Schnell merkte Daniel, dass es ein Problem mit der Heizung gab. Dieses Mal nicht mit normalem Wasser durch eine undichte Heizung, sondern das Glycol, dass irgendwo auslief. Bei Kontrolle des Expansionstanks im Schrank sah er, dass dieser sich
komplett geleert hatte. Auch der Heizkörper im WC wurde nur noch bis zur Hälfte warm. Schnell schaltete Daniel die Heizung aus und versuchte, möglichst viel der Flüssigkeit aufzuwischen. Bis Daniela und Wilson zurück am WoMo waren, war schon fast alles erledigt aber bleiben, ohne Heizung, war natürlich kein Thema. Bereits um 19:05 Uhr machten wir uns also wieder auf den Heimweg zur Halle und dies auf der schnellstmöglichen Route.
Eigentlich haben wir uns noch nicht mal so sehr geärgert. Lieber jetzt noch so einen Schaden, als im Mai, wenn wir Urlaub haben. Allerdings stellen wir uns auf ein paar Wochen Bobi-Abstinenz ein. Wir müssen nun schauen, dass wir bei Ruchti in Steffisburg einen Termin bekommen, um die Heizung wieder in instand zu setzen. Nebenbei muss bei dieser Gelegenheit auch die Schürze fachmännisch angeschweisst werden. Dann gibt es noch zwei drei kleinere Dinge, die gemacht werden müssen. Bei der Türe, hängt das Rollo schief im Fenster. Im Schlafzimmer hätten wir
gerne zwei Doppel-USB-Stecker für Mobiltelefon und e-Reader und in der Garage benötigen wir einen 12-Volt-Stecker für unsere Gefriertruhe. Gleich am Montag packen wir es an und gucken, dass wir Bobi so schnell wie möglich zum Händler in die Werkstatt bringen können, um bald wieder mobil sein zu können.
Es ist lieb, wie viele Mitleidsbekundungen wir schon bekommen haben aber wir müssen einfach auch realistisch bleiben. Bobi ist kein stehendes Wohnmobil für den Urlaub auf dem Campingplatz. Bobi ist mobil. Vom 06.05.2021 bis heute hat Bobi mit uns über 121'000 Kilometer gemacht. Dies bedeutet viele Betriebsstunden, viel Einsatz aber eben auch viele Erschütterungen on the Road. Dass das eine oder andere im und am Fahrzeug dann schon mal Ermüdungserscheinungen aufweist, ist mehr als verständlich. Ein WoMo will gepflegt und unterhalten werden und so müssen wir uns nun eben auf den erneuten Werkstattbesuch einstellen. Wenn Bobi für Mai topfit ist und wir mit ihm noch mehr von Norwegen erkunden können, als wir das bis jetzt getan haben, ist alles in Ordnung.








