Dietingen - Wir haben ein bisschen ein schlechtes Gewissen, weil wir nun doch ein paar Wochen nicht mehr in Dietingen waren. Das Jahr 2025 können wir nicht einfach so beenden, ohne ein paar liebgemeinte Weihnachtswünsche überbracht zu haben. So machen wir uns am Freitag noch einmal auf den Weg nach Dietingen.
Kaum auf die Autobahn Richtung Winterthur aufgefahren, verheisst der Verkehr nichts Gutes. Es staut so früh, wie selten. Daniel nimmt gleich wieder die nächste Ausfahrt, sodass wir ohne Autobahn an Winterthur vorbei kommen. Auch auf den Hauptstrassen ist viel los aber wir kommen wenigstens voran. Nach Winterthur läuft es dann dafür erstaunlich gut. Bald sind wir an Schaffhausen vorbei und können bei Bargen über Zoll. In Geisingen besorgen wir uns die nötigen Lebensmittel für das Wochenende.
Bei der ersten Autobahnausfahrt Rottweil (Süd) überlegen wir noch, ob die Sperrung wohl wieder aufgehoben ist. Da wir keine Umleitungstafeln sehen, fahren wir, wie gewohnt weiter. Das war dann allerdings ein Fehler. Unsere Ausfahrt nach Dietingen ist noch immer
gesperrt. Das bedeutet für uns 11 Kilometer, an Dietingen vorbei, Richtung Norden fahren. Danach müssen wir, über dunkle Landstrassen, dass ganze Stück nach Dietingen wieder zurück fahren. Als wir endlich an unserem Ziel ankommen, sind wir froh, dass nicht gar so viel los ist. Wir schnappen uns eine Parzelle im hinteren Bereich und richten uns häuslich ein. So lange brauchten wir schon lange nicht mehr, um zu unserem Lieblingsstellplatz zu kommen. Manchmal sollte man einfach auf das Bauchgefühl hören.
Raus aus den Federn, Frühstücksbrötchen holen und in den Tag starten. Wir starten mal wieder gemütlich, mit einem langen Frühstück in den Tag. Leider sind die Aussichten nicht ganz so toll. Auf dem Stellplatz hat es fast nur Fahrzeuge, welche zum Überwintern, dick eingepackt, auf dem Platz stehen. Die "Blachen-Monster" sind nicht wirklich hübsch anzusehen. Wir verstehen den Grundgedanken der fixen Einnahmen aber für uns Stellplatzbesucher, fühlt es sich nicht so toll an, zwischen den unbewohnten Wohnmobilen und Wohnwagen.
Für die Jahreszeit ist es draussen fast schon warm, zumindest wenn die Biese nicht bläst. Wir entscheiden uns für eine kleine Roller-Tour. Wir wollen schauen, ob man mit dem Bau des Einkaufsladen, am anderen Ende des Dorfes, schon begonnen hat. Beim Friedhof angekommen sehen wir aber noch überhaupt nichts von Einkaufsmöglichkeiten. Trotz dicken Jacken bzw. Hundemantel ist es uns dann trotzdem zu kalt auf dem E-Trotti. Deshalb fahren wir rasch wieder zurück zu Bobi.
Schon bald dürfen wir noch ein paar Tage mit Bobi unterwegs sein. Da auf dem Stellplatz nichts los ist, nutzen wir die Gelegenheit für eine extrem gründliche Tankreinigung aller drei Tanks. Anschliessend bringen wir das Innenleben von unserem WoMo auf Vordermann, bis wir uns schliesslich einen heissen Schokoretto mit Zimtsternen verdient haben.
Als Ilona & Norbert zum Schmücken der Rezeption auf den Platz kommen, lassen wir es uns natürlich nicht nehmen, mit den beiden ein bisschen zu plaudern. Sie erzählen uns, dass es Einsprachen wegen dem Laden beim Friedhof gegeben hat, nun ein neues Projekt vis-a-vis vom Stellplatz angedacht ist aber auch da schon Stimmen gegen den Bau laut werden. Wir sind gespannt, ob es irgendwann wieder Einkaufsmöglichkeiten in Dietingen geben wird. Vorerst begnügen wir uns damit, unseren Freunden eine frohe Adventszeit und wundervolle Weihnachten zu wünschen. Im 2026 kommen wir bestimmt wieder nach Dietingen - mit oder ohne Einkaufsladen.
Den Rest des Nachmittags und Abends geniessen wir im warm geheizten und weihnachtlich beleuchteten WoMo. Wir haben es schon schön in unserem Bobi!
Zwei weitere WoMo's haben sich den Stellplatz mit uns geteilt. Die Beiden machen sich aber auch beizeiten auf den Heimweg. So auch wir, denn wir haben noch einiges mit Bobi vor.
Bei der Fahrt Richtung Testturm sehen wir grosse Kranen. Es scheint, als würde hier der Pfeiler für den neuen Steg nach Rottweil erstellt. Zum Glück brauchen wir die Autobahn nicht, für den Heimweg. Daniel bringt uns durch verschiedene, weihnachtlich geschmückte, Dörfer. Dieses Mal fahren wir bei Konstanz über die Grenze zurück in die Schweiz. Wir müssen dringend mit Bobi zur Waschbox nach Thal. Bis zu unserer Ankunft dort, passt sogar das Wetter noch. Wir schrubben und waschen Bobi gründlich. Sein Alter und die bald schon 120'000 Kilometer auf dem Buckel, sieht man unserem Grossen wirklich noch nicht an, wie wir finden. Gerade, als Bobi wieder sauber ist und glänzt, wir zurück auf die Strasse fahren, beginnt es zu regnen.
Es nützt nichts. Wir müssen dringend noch LPG, Diesel und AdBlue auf dem Rückweg zur Halle besorgen. Bobi soll schliesslich abfahrbereit für den Weihnachtsurlaub, in der Halle auf uns warten
können. Leider hat Bobi auf dem Rückweg wieder einiges an schmutzigem Regenwasser abbekommen. An der Halle muss der Dreck noch einmal kurz abgewaschen werden. Die Foto's gingen dann allerdings vergessen, denn als wir das Hallentor öffnen, stehen da Evelyne & Roli, unsere Hallennachbarn. Sie sind auch gerade vom WoMo-Wochenende zurück gekehrt. Sie erzählen uns vom Nachfolger-WoMo, welches sie im 2026 bekommen werden. Wunderschön! Da sind wir doch mal gespannt, ob sich der "Neue" auch so gut mit Bobi vertragen wird, wie dies mit "Knut" geklappt hat.
Tschüss Bobi - danke für die schöne Wochenend-Tour. Schon bald holen wir Dich für eine kleine Weihnachts-/Neujahr-Reise an den Atlantik (?!) ab...
















































