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Wichteltüre statt Adventskalender


Es weihnachtet schon sehr! Die Regale in den Einkaufshäusern sind mit allerlei Weihnachtlichem bestückt, die Beleuchtungen sind im ganzen Dorf zu sehen (auch in unserem Zuhause) und viele Weihnachtsgeschenke werden gekauft. Am Sonntag ist bereits der 1. Advent. Aber muss es immer ein Adventskalender sein? Anstelle der 24 Geschenke, basteln die Kinder in Skandinavien für ihre Wichtel Kleinigkeiten und legen diese vor sogenannte Wichteltüren. Die Wichtel danken dies mit Schutz vor bösen Träumen und erschaffen so einen ganz besonderen Weihnachtszauber.

 

Mittlerweile ist es wohl unseren Homepage-Besuchern bekannt, dass wir grosse Skandinavien-Fan's sind. Das WoMo-Reisen hat uns diese Länder näher gebracht und wir werden bestimmt immer wieder in den Norden reisen und auch immer wieder neue Trolle für unsere Trollfamilie mit nach hause bringen. Ein guter Grund, um sich auch einmal mehr mit den Bräuchen zu beschäftigen. So sind wir in diesem Jahr über die Wichteltüren "gestolpert". Das Wichtelfieber hat uns längst gepackt. Aber was hat es eigentlich mit diesen kleinen "Hausgeistern" auf sich? In Norwegen werden sie "Nisse" genannt, in Schweden heissen die Wichtel "Tomte" und in Finnland "Tonttu". Warum werden in Skandinavien Wichteltüren gebaut? Zu Weihnachten bekommen sie sogar Grütze mit einem kleinen Holzlöffel (Metall mögen Wichtel nicht) vor diese Türe gestellt.

 

Dem nordischen Brauch nach, kommen die kleinen Wichtel im Advent vom Wald ins Haus, um die Weihnachtszeit zu verkürzen. Sie leben in Häuser, Scheunen und Höfen, aber auch in Kirchen, Schlössern oder sogar auf Schiffen. Gerne wohnen Sie aber auch bei uns. Wenn man sie gut behandelt, bewachen sie Haus und Tiere, schenken schöne Träume und helfen z.B. beim Finden von verlorenen Gegenständen. Niemals sollte man Wichtel verärgern oder muss sonst mit den Folgen leben, bekommt ihre Streiche zu spüren oder wird von ihnen gar verlassen! Im Frühling haben sie die Aufgabe, Tiere aus dem Winterschlaf zu wecken und die Pflanzensaat für den kommenden Frühling zu setzen. Als Dankeschön für dies alles und um die Wichtel gütlich zu stimmen, richtet man bei sich zu Hause eine Wichteltüre ein, welche jedoch niemals geöffnet werden darf, weil das Wesen sonst für immer verschwindet. 

 

Weihnachtsgeschichte, Aberglaube oder Wahrheit? Egal! Warum sollte man nicht einem kleinen Wichtel ein Zuhause geben? Wir haben, nebst unseren vielen Weihnachtswichteln in der Wohnung und auf unserer Homepage, nun auch so eine kleine Wichteltüre gebaut und hoffen, dass die Wichtel sich bei uns ebenso wohl fühlen, wie in Skandinavien.