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Wolframs-Eschenbach zum Zweiten


Geisingen - Bereits einen Monat sind die langen Sommerferien in Skandinavien her. Norwegen und die Touren im Jelly fehlen uns sehr. Wir waren zwar seither einmal kurz unterwegs aber das hat uns nicht wirklich entschädig. Zudem steht die Grossreinigung von Jelly auch noch an. So warten wir sehnlichst auf das lange 1.-August-Wochenende.

 

Am Freitag, 29.07.2016 dürfen wir pünktlich auf den Weg. Wir wollen unbedingt noch einmal den Stellplatz in Wolframs-Eschenbach zu suchen. Für den Zwischenhalt am Freitagabend haben wir uns den längst liebgewonnenen Stellplatz in Geisingen ausgesucht. Er ist für die Weiterreise einfach perfekt. Schön gelegen, beste Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten und in kürzester Zeit von Zuhause zu erreichen. Gegen 19:30 Uhr kommen wir in Geisingen an und nutzen die langen Ladenöffnungszeiten vom Penny-Markt, um noch das eine oder andere einzukaufen. Anschliessend machen wir es uns auf einem Plätzchen auf dem Stellplatz gemütlich. Man merkt, dass die Sommerferien begonnen haben, denn es sind vor allem ältere deutsche und ein paar schweizer Wohnmobilisten da. Wir geniessen die Ruhe und lassen. den Tag gemütlich ausklingen. 




Wolframs-Eschenbach - Am Samstag macht sich Daniel früh auf den Weg um frische Brötchen zu holen. Ein ausgiebiges Frühstück muss sein, bevor es weiter nach Wolframs-Eschenbach geht. Wir bunkern noch rasch frisches Wasser und kurven dann über die Landstrassen. Bei herrlichem Wetter ist das WoMo-Fahren gerade nochmals schöner. Wir vermissen das Reisen und Fahren so sehr, wenn wir zuhause sind. Jelly ist wirklich uns Heim auf vier Räder geworden. Wir haben immer alles dabei, was wir brauchen und er bringt uns sicher und zuverlässig an jedes Ziel. Schade, dass man nicht einfach mehr Zeit und Ferien hat, um längere Touren zu unternehmen und weiter entfernte Regionen zu entdecken. 

 

Ohne Probleme finden wir den Stellplatz in Wolframs-Eschenbach wieder, welchen wir letztes Mal eher zufällig entdeckt hatten. Diesmal schnappen wir uns das letzte Plätzchen am Eingang, direkt neben dem Neubau. Hier entsteht ein komfortables WC-Haus mit Müllentsorgung und, wie uns der Platzwart berichtet, sogar mit Waschmaschine und Tumbler für die Gäste, die bis zu 3 Wochen hier 


bleiben. Kein Wunder bei dem Stellplatz, dem schönen alten Städtchen und der herrlichen Landschaft. Wir richten uns mit Markise, Tisch und Stühlen ein. Der Grill darf natürlich heute auch nicht fehlen. Es ist herrlich, die warme Sonne und das Nichtstun zu geniessen. 




Wir überlegen noch, ob wir eine oder zwei Nächte hier bleiben sollen. Da es so schön ist, entscheiden wir uns für letzteres. So nutzen wir den Sonntag zum Ausschlafen, Putzen, kleine Reparaturen ausführen, lange Spaziergänge mit den Jungs, welche das frisch geschnittene und liegen gelassenen Weizenstroh sichtlich geniessen. Kopfüber stürzen sie sich ins goldene Stroh, buddeln, wühlen und toben herum. Das Wetter ist zwar nicht mehr ganz so sonnig aber auch die dunklen Wolken, die ab und zu am Himmel erscheinen, stören uns nicht. Wir nutzen dies ganz einfach für ein Schläfchen. Am Abend gibt es dann leckeren Fisch auf Gemüsebeet aus unserem Backofen. Anschliessend darf ein Skip-Bo natürlich auch nicht fehlen. Zu gerne würde wir noch ein zwei Tage länger hier bleiben. 




Am 1. August müssen wir leider zeitig los, denn es liegen doch gut vier bis fünf Stunden Fahrt vor uns. Zudem müssen wir dringend mit Jelly nach Schwarzenbach, damit er die lange versprochene Aussenpflege bekommt. Wir kommen zwar auch gut voran, doch irgendwann stellt sich die Frage, wo wir wieder über die Grenze sollen. Diesmal entscheiden wir uns gegen die Fähre und holen uns dafür ein Pickerl, damit wir über Österreich zurück in die Schweiz können. Leider haben wir nicht an Ferienbeginn und den 1.-August-Tourismus gedacht. Ab Fussach brauchen wir fast zwei Stunden, bis wir bei St. Margrethen über den Zoll dürfen. Wir stehen in einer endlos scheinenden Autoschlange. Nur die Glaces im Gefrierfach können uns das Warten ein bisschen versüssen. 

 

In Schwarzenbach angekommen machen wir uns munter ans Werk. Intensiv wird Jelly aussen gewaschen, geschruppt, gespült, gewachst und gepützelt. Endlich erstrahlt er wieder in seinem schönen Weiss und im Rückspiegel sieht man den WoMo-Aufbau glänzen. Es ist ein hartes Stück Arbeit, Jelly wieder so hin zu bekommen aber das Ergebnis lässt sich sehen. Nach einem kurzen Entsorgungs-


Zwischenstopp in Winterthur kommen wir gegen 19:30 Uhr wieder Zuhause in Rüti an – gerade rechtzeitig um die Feuerwerksböller doch noch mit zu bekommen. Besonders Olly hätte gut und gerne auf dieses Erlebnis verzichten können.