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Ein verregnetes Wochenende, na und?!


Eschenz - Eigentlich war ja geplant, dass wir erst in einer Woche wieder mit Jelly auf den Weg gehen. Das Virus hat uns aber tatsächlich so sehr erwischt, dass wir keine so lange Wartezeit in Kauf nehmen können. Wilson hat leider am Samstagmorgen seinen Hundecoiffeur-Termin, welcher schon länger geplant ist. Nachdem wir im Laufe der Woche schon ganz viele Aufgaben im Haushalt erledigt hatten und wir mit dem Einkauf am Samstag rasch durch sind, können wir schon um 11:00 Uhr los. 

 

Wir wollen nicht weit weg. Einfach irgendwo in der Schweiz übernachten, dies und das im WoMo erledigen, ein paar Dinge einrichten und gemeinsam das Wochenende geniessen. Dafür haben wir uns den Stellplatz Hüttenberg in Eschenz ausgesucht. Ein ganzjährig geöffneter Stellplatz mit allem Drum und Dran, nahe am Rhein und der Möglichkeit für eine Fahr entlang des Bodensees. 

 

Um 11:00 Uhr haben wir unseren Zefiro mit Frischwasser betankt und machen uns, mit frisch vorbereiteten Lachsbrötli, auf den Weg. Es geht über Maur, Dübendorf und Eglisau, über den Zoll kurz nach


Deutschland und zurück nach Schaffhausen. Wir machen einige Schlaufen, um die Fahrt auszuweiten und nicht schon zu früh am Zielort zu sein. Um 14:00 Uhr sind wir dann aber doch schon am Campingplatz Hüttenberg. ….und wir sind ein bisschen erstaunt. 

 

Der Campingplatz ist, trotz anderer Meldung im Internet, bis im März geschlossen. Wir bekommen zwar für CHF 20.—einen Stellplatz für 24 Stunden inkl. Stromversorgung und Abfallentsorgung. Das mit dem Frischwasser, Brötchenservice und den sanitären Anlagen können wir allerdings vergessen. Zum Glück haben wir „alte Camper“ vorgesorgt und alles dabei. Sofort beginnen wir mit dem Einräumen, Dekorieren und Zuschneiden von Antirutschmatten für Schränke und Ablageflächen. Unser Jelly bekommt immer mehr unsere persönliche Note und es ist so unglaublich heimelig, wenn alles beleuchtet ist. Nachdem wir mit den Jungs draussen waren, wird natürlich vom Chefkoch persönlich ein leckeres Abendessen gekocht und wir lassen den Abend gemütlich ausklingen. Schon jetzt kommt uns das Wochenende ewig lange vor. 



Am Sonntagmorgen liegen wir noch gemütlich im Bett und horchen den Regentropfen, die sanft auf die Dachfenster klopfen. Warum nur, ist die Freizeit im WoMo viel entspannender? Vermutlich, weil man zuhause immer schon die nächste Aufgabe vor Augen hat, die es noch zu erledigen gibt. 

 

Nach dem reichhaltigen Frühstück mit frischen Brötchen aus dem eigenen Backofen, frischen 3-Minuten-Eiern und sonst noch vielen Leckereien, wollen wir langsam wieder los. Daniel bricht die Zelte draussen im Regen ab, während Daniela im Innern nach dem Rechten sieht. Dann sollte der Zefiro von den Keilen hinunter. Handbremse lösen alleine reichte nicht ganz, also setzt sich Daniela ans Steuer und startet den Motor. Typisch – Frau am Steuer! Der Zefiro macht keinen


Wank mehr. Was ist nun los? Daniel vermutet eine defekte Sicherung aber trotz grosser Auswahl ist die richtige Ersatzsicherung nicht dabei. Wie nun also weiter? Es hilft alles nichts – der Pannendienst muss her. Bereits nach einer halben Stunde Wartezeit und mit einem riesig schlechten Gewissen von Daniela, dass ausgerechnet sie das neue Fahrzeug kaputt gemacht hat, steht der Pannenhelfer auch schon da. Zum Glück ist die Ursache rasch gefunden. Die Hauptsicherung muss ein Montagsprodukt sein. Sie ist defekt und muss überbrückt werden. Daniel bittet den Pannenhelfer zu bestätigen, dass Daniela nichts dafür kann, dass Zefiro nicht mehr fahren wollte. 

 

Nun geht es also doch noch weiter auf den Weg. Wir geniessen eine lange Fahrt am Bodensee entlang über Stock und Stein, bergauf und bergab bis nach Flawil zu Mami und Papi von Daniel, wo wir mit Kaffee und Guetzli begrüsst werden. Um 16:00 geht es dann weiter, denn wir müssen Jelly wieder mit LPG-Gas für das nächste Wochenende befüllen. Dafür geht es durch strömenden Regen, zuerst nach Richterswil für die Entsorgung von Abwasser und Kassette und dann nach Lachen SZ, der einzigen LPG-Tankstelle in unserer Nähe.

 

Wir kommen nach 19:00 in Bubikon an, alles vorbereitet für das nächste Wochenende, das uns wohl in die Region München führen wird. Ein wunderschönes Wochenende geht zu Ende und dies, obwohl oder gerade weil das Wetter zum kuschligen Verweilen im WoMo einlud.