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Zum ersten Mal "Bella Italia"


Monte Ceneri - Wir haben uns entschlossen, Jelly Italien etwas näher zu bringen. Bis jetzt waren wir erst mit unserem SantaFe in Italien unterwegs. Es wird höchste Zeit, dass wir uns einmal die Stellplätze in unserem südlichen Nachbarland anschauen. 

 

Am Freitag nach der Arbeit geht es los. Als erstes steuern wir einen alt bekannten Stellplatz in Rivera Monte Ceneri an. Dieser Platz bietet alles und ist der perfekte Ausgangspunkt, um den Samstag und Sonntag in Norditalien zu geniessen. Nachdem wir, kurz vor dem Gotthardtunnel uns noch ein Glace geholt haben, geraten wir tatsächlich kurz in den Stau. Wir können uns ein kleines Grinsen wegen den neidischen Gesichtern nicht verkneifen. Die Glaces sind extrem lecker! Wir kommen gegen 22:00 Uhr an und finden auch einen gemütlichen Stellplatz im unteren Bereich des Areals. Wilson und Olly fühlen sich sofort wieder zuhause und toben sich nach der Fahrt richtig aus. 




Lovero - Früh am Morgen machen wir uns auf den Weg. Schliesslich wollen wir noch etwas von Italien sehen. Der Comersee ist unser erstes Ziel. Bevor wir aber überhaupt Richtung Italien los können, müssen wir uns an einem deutschen Wohnmobil vorbeischlängeln, welches es in der Nacht geschafft hat, sich mitten in die Ausfahrt des unteren Arealbereichs zu platzieren. Es kann natürlich spät nachts, bei hell erleuchtetem Platz, schon schwierig sein, die Stellplatzmarkierungen zu finden ;-) Nachdem wir unser Womo ver- und entsorgt haben, geht es dann aber los. 

 

Eigentlich wollten wir ohne Autobahn nach Italien gelangen. Leider ist der obere Zoll aber am Wochenende geschlossen, sodass wir eine kleine Extrarunde drehen müssen. Einmal mehr werden wir am Zoll nicht kontrolliert und können unseren Weg somit via Chiasso nach Como fortsetzen. 

 

Die Fahrt entlang des Comersees ist wunderschön. Wir haben herrlichstes Reisewetter mit strahlendem Sonnenschein. Was uns allerdings nicht bewusst war, ist die mehr als schmale


Strassenführung durch die Dörfchen und Städtchen. Das Kreuzen mit Müllwagen und Bussen ist manchmal wirklich eine Frage von wenigen cm aber dies beunruhigt Daniela natürlich mal wieder mehr als Daniel. Dieser nimmt alles völlig gelassen und manövriert Jelly durch die engsten Gassen. Nach einem hübschen Zwischenhalt nach dem Comersee fahren wir weiter nach Tornio. Das ganze Städtchen scheint auf den Beinen zu sein, als wir eintreffen. Zu diesem Zeitpunkt findet gerade eine Beerdigung statt, die selbst die hiesige Polizei zum Einsatz bringt.

 

Wir fahren weiter nach Lovero, wo wir uns einen Stellplatz im Internet herausgesucht haben. Als wir ankommen sind gerade mal zwei weitere Womo’s und ein Wohnwagen dort. Der Platz liegt zwar nahe der Hauptstrasse, was uns aber nicht weiter stört. Die Versorgungsmöglichkeiten 

sind perfekt und die Lage zwischen den Hügeln und Bergen, sowie die Spaziermöglichkeiten für die Hunde sind ideal für einen Wochenendtrip. Wir haben hier gerne einen gemütlichen Nachmittag und Abend. Dies denkt sich aber anscheinend auch die örtliche Bevölkerung. Der Stellplatz wird anscheinend gerne auch von Nicht-Wohnmobilisten als Rastplatz genutzt. Am Abend fahren PKW’s vor. Lautstark plaudernde und gutgelaunte Italiener packen ihre Verpflegung aus und machen es sich an den Campingtischen bequem. Wir lassen uns nicht von ihnen stören. Was allerdings ein bisschen befremdlich ist, sind die Anwohner, die mit Einkaufswagen vorbei kommen und ihren „Sondermüll“ entsorgen. 




Bubikon - Am Sonntag führt uns der Weg zurück nach Tornio und Richtung schweizerische Grenze. Zuerst müssen wir aber mit 5 km/h hinter einem Apfelbauer her dümpeln, welcher mit seinem Spezialgefährt die schmale Strasse blockiert und ein Überholen unmöglich macht. Nachdem wir das Hindernis hinter uns gelassen haben, stehen wir schon bald am Schweizerzoll. Zum ersten Mal seit wir mit Jelly unterwegs sind, müssen wir unsere ID’s zeigen und werden sogar gefragt, ob wir etwas in Italien eingekauft haben, was wir mit gutem Gewissen verneinen können. OK – die paar Becher Esta-Thé für die Arbeitskollegin zählen ja nicht als „Import“. 

 

Über Le Prese, welches uns bestens von unserem Mai-Besuch bekannt ist, führt unsere Route über den Berninapass und weiter nach Samedan. Wir überlegen uns, bei Rohschinken, Käse und Tomaten, wie es weiter geht. Wir entscheiden uns für den Flüelapass. Trotz Stauwarnungen kommen wir besser voran, als gedacht. Auch der Sommerferien-Rückreiseverkehr macht sich nicht bemerkbar. So sind wir viel früher als gedacht wieder zurück in Bubikon. Das war wieder ein herrliches Wochenende bei schönstem Sommerwetter. Italien – wir kommen gerne wieder!